Break-Even-Point - Formel, Berechnung, Definition
Der Break-Even Point bezeichnet die Gewinnschwelle eines Unternehmens. Was ist der Break-Even Point und wie wird er berechnet?
Inhaltsverzeichnis
Was ist der Break-Even Point?
Der Break-Even Point bezeichnet in der Wirtschaftswissenschaft die Gewinnschwelle eines Unternehmens. An diesem Punkt sind Kosten und Erlös gleich hoch. Es wird weder ein Verlust noch ein Gewinn erzielt. Mit Hilfe der Break-Even Analyse kann die Auswirkung der Gewinnziele auf den Preis festgestellt werden.
Zur Ermittlung des Break-Even Points wird sowohl das graphische als auch das mathematische Verfahren verwendet. Zur Visualisierung und besseren Verständnisses empfiehlt sich die Erstellung eines Diagramms. Dieses trennt gleichzeitig die Gewinn- von der Verlustzone und bietet damit eine schnelle Übersicht, ab wann Investitionen rentabel sind und wann Verluste erwirtschaftet werden.
Eine Investition rentiert sich erst, wenn alle Kosten gedeckt sind. Besonders im Bereich des Controllings spielt die Berechnung des Break-Even Points eine große und wichtige Rolle.
Wie wird der Break-Even Point berechnet? So geht’s!
Zur Berechnung des Break-Even Points ist die Unterscheidung von variablen und fixen Kosten notwendig. Zudem muss der Deckungsbeitrag bekannt sein.
Allgemeine Formel zur Berechnung der Gewinnschwelle:
Break-Even Point = Fixkosten ÷ Verkaufspreis x variable Kosten
Ermittlung des Break-Even Points und des Break-Even Umsatz mit Hilfe des Deckungsbeitrages und integrierter Beispielrechnung:
Informationen für die Beispielrechnung:
- Ein Unternehmen hat Kosten pro Stück von 26€
- Die Fixkosten betragen 20.000€
- Welche Stückzahl muss bei einem Listenverkaufspreis von 42€ produziert und abgesetzt werden, damit die Gewinnschwelle erreicht wird?
Bei einem Absatz von 1.250 Stück (52.500 €) wird die Vollkostendeckung erreicht.
4. Rechnung zur Kontrolle: BEP x Listenverkaufspreis = 52.500 € - BEP x variable Kosten = 32.500 € - Fixkosten = 20.000 € = Gewinn/Verlust = 0€ 1250 x 42 = 52.500 € - 1250 x 26 = 32.500 € - Fixkosten = 20.000 € = Gewinn/Verlust = 0 €Aus mathematischer Sicht beschreibt der Break-Even Point die Nullstelle der Gewinnfunktion eines Unternehmens.
Beispiel zur Berechnung des Break-Even Points: Die Firma Musterfrau möchte wissen, ab welcher Stückzahl verkaufter Betten ein Gewinn erzielt wird. Die Fixkosten für die Produktion betragen 25.000€. Die variablen Kosten liegen bei 2.000 €. Der Erlös pro Produkt liegt bei 4.500 €. 1. Berechnung des Deckungsbeitrags: DB = Erlös − variable Kosten DB = 4.500 € − 2.000 € = 2.500 € 2. Berechnung des BEP: BEP = Fixkosten ÷ Deckungsbeitrag BEP = 25.000 € ÷ 2.500 € = 10Der Break-Even Point liegt bei 10 Stück.
Wie wird der Break-Even Point grafisch ermittelt?
Für die grafische Ermittlung der Gewinnschwelle werden Fixkosten, variable Kosten und Verkaufserlöse in ein Diagramm eingetragen. An dem Punkt, wo sich die Kostengerade und Umsatzgerade treffen, befindet sich der Break-Even-Point. Der Bereich unterhalb des Break-Even-Points kennzeichnet die Verlustzone. Der Bereich über dem Break-Even Point kennzeichnet die Gewinnzone.
Bei der grafischen Ermittlung erhalten Sie ungenaue Werte. Daher empfiehlt sich zusätzlich die mathematische Berechnung der Gewinnschwelle.
Zusammenfassung
Die wichtigsten Informationen zum Break-Even-Point zusammengefasst:
- Der Break-Even-Point kann sowohl graphisch als auch rechnerisch ermittelt werden
- Der Break-Even-Point kennzeichnet die Gewinnschwelle eines Unternehmens
- Unterhalb des Break-Even-Points erzielt das Unternehmen Verluste
- Oberhalb des Break-Even-Points erwirtschaftet das Unternehmen Gewinne
- Der Break-Even-Point kann die benötigte Absatzmenge bis zur Kostendeckung angeben
- Break-Even-Analyse wird auch als Gewinnschwellenanalyse bezeichnet
- Die Erlöse decken die Kosten an dem Punkt des Break-Evens
- Die Berechnung des Break-Even-Points ist Bestandteil der BWL und ein Hilfsmittel im Rechnungswesen