Fertigungsplanung

Die Fertigungsplanung, als Teil der Produktionsplanung- und steuerung, befasst sich mit der Planung und Steuerung des Ablaufs und der gesamten Gestaltung künftiger Fertigungsprozesse.

Die Arbeitsvorbereitung stellt die Grundlage für erfolgreiches und effizientes Arbeiten in Industrie-/Fertigungsunternehmen. Die Optimierung des gesamten Produktionssystems steht dabei im Vordergrund.

Als wichtiges Bindeglied zwischen der Konstruktion und der eigentlichen Produktion, ist die Fertigungsplanung sowohl für große als auch kleine und mittelständische Unternehmen von großer Bedeutung. Sie umfasst alle wichtigen vorbereitenden Maßnahmen, welche die Basis für den nachgelagerten Produktionsprozess darstellen.

Die Fertigungssteuerung überwacht die Produktionsprozesse. Auch wenn die Fertigungssteuerung in enger Verbindung mit der Fertigungsplanung steht, ist diese getrennt von der Fertigungsplanung zu betrachten.

Wann wird was wie und womit gefertigt? In dieser Frage sind alle wichtigen Bestandteile der Fertigungsplanung enthalten.


Die Fertigungsplanung als Teilbereich der Arbeitsvorbereitung?


In der industriellen Fertigung bildet die Fertigungsplanung zusammen mit der Fertigungssteuerung wichtige Teilbereiche der Arbeitsvorbereitung. Die Arbeits- und Auftragsvorbereitung bildet im Produktionsprozess das Bindeglied zwischen der Planung eines Produktes und der eigentlichen Fertigung.

Die Fertigungsplanung ist ein Teil der betrieblichen Gesamtplanung und umfasst sämtliche vorbereitende Maßnahmen der industriellen Fertigung. Grafik: Arbeitsvorbereitung, Fertigungsplanung, Fertigungssteuerung

Produktbezogene Fertigungsplanung vs. Periodische Fertigungsplanung


In der Fertigungsplanung wird zwischen der produktbezogenen und periodenbezogenen Planung unterschieden.

Während die produktbezogene Planung die Struktur und den Ablauf einzelner Produktarten festlegt, bezieht sich die periodenbezogene Planung auf die in einer Periode zu bearbeitenden Aufträgen. Letztgenannte Planung koordiniert einzelne Fertigungsprozesse und ermittelt sowie plant die notwendigen Ressourcen.

Die produktbezogene Planung beinhaltet darüber hinaus Aspekte der Fertigungsstrukturplanung und der Fertigungsablaufplanung.

Weiter kann die Fertigungsplanung in die Arbeitsablaufplanung und Arbeitssystemplanung unterteilt werden. Die Arbeitsablaufplanung beinhaltet die Planung von Abläufen und Reihenfolgen. In der Arbeitssystemplanung erfolgt hingegen ein Wechsel von der rein produkt- bzw. auftragsbezogenen zur produktionsbezogenen Planungssichtweise. Innerhalb der produktionsbezogenen Planungssichtweise steht unter anderem die Planung von Arbeitsplätzen und Fabriken im Zentrum.


Aufgaben und Ziele der Fertigungsplanung


Im Zentrum der Fertigungsplanung in der Industrie steht die mittel- bis kurzfristige Planung komplexer Produktions- und Montagesysteme. Darüber hinaus beinhaltet nahezu jede Fertigungsplanung die Ermittlung des Ablaufs (Ablaufplanung) und des Bedarfs (Bedarfsplanung) eines Herstellungsverfahrens.

Zeit- und Arbeitspläne werden erstellt und der Bedarf an Material, Produktionsmitteln und Personal errechnet.

Ziel der Fertigungsplanung ist die effiziente Planung von organisatorischen, wirtschaftlichen und technischen Faktoren im Vorfeld. Nur so kann ein höchstmöglicher Gewinn mit möglichst geringem Ressourceneinsatz erzielt werden.

Mit Hilfe der Fertigungsplanung ist die Produktion von Erzeugnissen mit möglichst geringen Logistikkosten möglich.


Wie können Kosten mit Hilfe der Fertigungsplanung reduziert werden?


Die Planung und Steuerung von Projekten fordert vielfältige Entscheidungen. Beispielsweise muss der Bedarf an benötigten Erzeugnissen und/oder Baugruppen festgelegt werden.

Die Bedarfsermittlung kann sowohl stochastisch als auch deterministisch oder heuristisch erfolgen.

Während die stochastische Bedarfsermittlung auf Prognosen und Erfahrungen ähnlicher Projekte der Vergangenheit basiert, ermittelt die deterministische Fertigungsplanung den Bedarf anhand von verfügbaren Stücklisten und Arbeitszeiten.

Die Bedarfsermittlung mit Hilfe der Heuristik greift auf subjektive Schätzungen der Verantwortlichen zurück.

Eine in der Fertigungsplanung enthaltene Bedarfsermittlung gibt Auskunft darüber, ob ein Unternehmen ein Produkt selbst herstellen soll oder den Auftrag aufgrund der Effizienz sinnvollerweise auslagert.

Diese Entscheidung ist ein elementarer Bestandteil der Fertigungsplanung. Alle Erzeugnisse werden dabei auf einer Teilebene, unter Berücksichtigung der Ressourcen, analysiert.

Mit Hilfe der speziellen Losgrößenberechnung kann daraufhin ermittelt werden, welche technisch ähnlichen Einzelteile je nach Arbeitsschritt und Arbeitsplatz hergestellt werden können. Hierfür werden die Kosten der Lagerhaltung und Auftragswechselkosten verglichen.

Neben vielen weiteren Möglichkeiten ist die Fertigungsplanung ein wichtiges Element zur Effizienzsteigerung von Betriebsabläufen eines Unternehmens.


Fertigungsplanung in dem VARIO ERP-System


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Die Durchlaufterminierung als zentraler Bestandteil in der Fertigungsplanung?


Innerhalb der Fertigungsplanung stellt die Durchlaufterminierung ein zentrales Element dar. Grundsätzlich kann die Durchlaufterminierung in vier Terminierungsarten unterschieden werden:
  1. Vorwärtsterminierung: Berechnung des frühestmöglichen Beginnes und Abschluss eines Projektes.
  2. Rückwärtsterminierung: Berechnung des spätmöglichsten Beginnes und Abschluss eines Projektes.
  3. Mittelpunktterminierung: Komplette Arbeitsgänge werden bei einem Engpass mit Hilfe der Mittelpunktterminierung verschoben. Arbeitsgänge vor dem Engpass werden rückwärts und Arbeitsgänge nach dem Engpass vorwärts terminiert.
  4. Wahrscheinliche Terminierung: Die Schlupfzeit verkürzt (negativ) oder verlängert (positiv) die Durchlaufzeit. Die Planung kann je nach Ergebnis flexible ausfallen.

Softwareeinsatz in der Fertigungsplanung?


Die Fertigungsplanung ist hoch komplex. Der Erwerb optimaler Erzeugnisse, die Fertigung und die Einhaltung vereinbarter Termine stellt viele Unternehmen vor immer wiederkehrende Herausforderungen.

Die Fertigungsplanung ist inzwischen Bestandteil vieler softwaregestützter Produktionsplanungs- und steuerungssysteme (PPS). Folgende Punkte sollte eine Software in diesem Bereich abdecken:
  • Anpassungsfähigkeit (konfigurierbare Module)
  • Kurze Durchlaufzeiten
  • Korrekte Lieferung (anhand des vereinbarten Termins)
  • Wirtschaftliche Nutzung von Betriebsmitteln -> geringe Lagerkosten
  • Integration von Beschaffungs- und Vertriebsprozessen
Wir, die VARIO Software AG, empfehlen von Beginn an, auf eine Software zu setzen, die Ihre Unternehmensprozesse ganzheitlich abdeckt. Das VARIO ERP-System optimiert nahezu jeden Unternehmensprozess. Dabei ist die Größe Ihres Unternehmens irrelevant. Aufgrund der vielfältigen Module ist die VARIO für jedes Unternehmen ein Gewinn und profitabel einsetzbar.


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